Geroldsecker Nikolauslauf 2012

Submitted by steffen on Sa, 11/24/2012 - 22:14

Mein Laufbericht vom Geroldsecker Nikolauslauf 2012

Auch in diesem Jahr wollte ich mir einen der schönsten Zehner in der Ortenau nicht entgehen lassen. Zusammen mit Tanja, einer laufbegeisterten Arbeitskollegin, die bereits in Kürzell beim Einheitslauf mit von der Partie war, habe ich mich für diesen Lauf angemeldet.

Allerdings war mein zeitlicher Rahmen hierfür etwas eng gesteckt, da die Kinder zuhause von der Schwiegermama, die sich dankenswerterweise spontan dazu bereit erklärt hat, babysittiert wurden, und somit musste der Besuch der reichhaltigen Kuchentheke, die ich in den vergangenen beiden Jahren lieben gelernt habe, diesmal leider ausfallen.

Dem Zeitdruck geschuldet war schon die Anfahrt nach Reichenbach recht sportlich. Trotzdem war ich viel später als geplant am Treffpunkt; zum Glück hatte sich Tanja schon um die Startnummern gekümmert, so dass wir, nachdem wir unsere Startnummern mit den neuen Fixpoints montiert hatten, gleich zum Warmlaufen auf die Strecken gingen.

Nach dem üblichen Ablauf vor dem Start (Warmlaufen, Dehnen, Schuhe binden, Schuhe nochmal binden), sortierten wir uns in der zweiten Hälfte des insgesamt 344-köpfigen Starterfeldes ein. Von hinten hat man einfach die beste Übersicht.

Dann ging es auch schon los. Wie üblich zog sich das Feld auf dem schmalen Radweg recht zügig in die Länge. Trotz der Enge ging es recht gesittet zu; nur wenige Drängler schnitten kreuz und quer zwischen den anderen Läufern herum. Hätten sich ja auch weiter vorne aufstellen können...

Die ersten Kilometer blieben Tanja und ich zusammen, dann, nach der kleinen fiesen Schotterrampe, wurde ich etwas schneller. Ich war zwar nicht mit dem Vorsatz nach Reichenbach gekommen, heute eine neue persönliche Bestzeit über 10 km zu laufen, geschweige denn unter die magische Marke von 50 Minuten zu kommen - dafür war der Tag bisher zu chaotisch verlaufen - trotzdem wollte ich schauen, was drin ist. Die Beine fühlten sich gut an, der Kopf auch, warum also nicht?

Das gute Gefühl hielt an, wurde am finalen Bergabstück am Ende der ersten Runde sogar noch gesteigert: Die Nike Pegasus, denen ich heute den Vorzug vor den leichteren NBs gegeben hatte, waren auf diesem Steilstück, durchsetzt mit Wurzeln und Steinbrocken, eindeutig die bessere Wahl. Was gutes Schuhwerk doch ausmacht.

Beflügelt davon lief ich die erste Runde zuende - 26:05 zeigte die Uhr - und machte mich auf die letzten 5 Kilometer. Die zweiter Runde verlief ebenso unspektakulär wie die erste; ich konnte mein tempo nochmal deutlich steigern. Allerdings gingen mir am letzten Anstieg die Körner aus, so dass ich doch wieder etwas tempo rausnehmen musste. Im Ziel blieb die Zeit für mich bei 50:53 min (brutto) stehen, was gerade mal 9 Sekunden über meiner 10 km Bestzeit sind und ganze 50 Sekunden weniger, als meine Zeit vom letzten Jahr.

Nicht mal 2 Minuten nach mir kam Tanja ins Ziel, die damit ihre Bestzeit aus Kürzell nochmal deutlich unterbot.

Fazit: Wieder mal ein schöner Lauf in angenehmer Atmosphäre. Gerne wieder!