Hoch3-Firmenlauf 2012 Offenburg

Submitted by steffen on Fr, 06/29/2012 - 23:56
Hoch3-Firmenlauf Offenburg 2012

Mein Laufbericht vom Hoch3-Firmenlauf 2012 in Offenburg

Schon im Vorfeld des Laufs war absehbar, dass es in diesem Jahr wohl eine Hitzeschlacht geben würde. Der Wettergott, der 2011 bis kurz vor dem Startschuss mit einem herrlich erfrischenden Dauerregen die Temperaturen in den angenehmen Bereich rückte, hatte diesmal kein Einsehen mit den insgesamt 882 Startern. "Schwitzen sollt ihr!", war offenbar seine Devise. Geschwitzt wurde reichlich.

Warmlaufen bei über 30 Grad im Schatten ist seit dem Kinzigtallauf im letzten Jahr für mich nichts Fremdes mehr. Trotzdem reduzierte ich dies auf das absolute Minimum; tat es eigentlich nur, um die mich seit Wochen begleitenden Knieschmerzen in eine Ecke zu ruckeln, wo sie mich beim Laufen nicht sonderlich stören würden.

Die Streckenführung erfuhr in diesem Jahr eine kleine Änderung. Um das Gedränge im Start-/Zielbereich zu verhindern, wurde dieser Teil der Strecke über ein Wiesenstück auf dem Flugplatz geführt. Für einen leidenschaftlichen Asphaltläufer wie mich eine wahre Horrorvorstellung. Auf diesem welligen Geläuf hieß es also aufzupassen, um sich nicht vor dem versammelten Publikum auf die - naja - hinzufallen eben.

Der Lauf selbst kann mit wenigen Worten beschrieben werden: War schön. Schön anstrengend.
Auf Grund der Hitze, die auch um 19:00 Uhr noch keinen Gedanken an den Feierabend zu verschwenden schien, ließ ich meinen Plan, meine Zeit vom letzten Jahr zu unterbieten, noch vor dem Start fallen. Unter 30 Minuten zu bleiben wäre bei diesen Bedingungen vollkommen okay. Nach den ersten beiden Kilometern, die nach 9 Minuten abgespult waren, nahm ich das Tempo vorsichtshalber etwas zurück und ließ meinen Kollegen ziehen. Lieber später ankommen als gar nicht. Die erste Runde ging dann auch - mit einer erfrischenden Dusche bei Start und Ziel - recht unspektakulär zu Ende.

In der zweiten Runde lief ich eine Weile hinter einer Dame, etwa in meinem Alter, mit einem, so hatte es im ersten Moment den Anschein, etwas verunglückten Tribal-Tattoo auf der Wade. Bei genauerem Hinsehen entpuppte es sich allerdings als eine stattliche Ansammlung von Besenreisern. Tja, so kann man sich irren.

Auch die zweite Runde ging irgendwie zu Ende. Auf einen abschließenden Spurt über die Wiese verzichtete ich aus dem schon genannten Grund. Mein vorausgeeilter Kollege empfing mich im Ziel und drückte mir sofort eine Flasche Wasser in die Hand. Anscheinend meinte er ich stünde kurz vor'm Kollabieren. Dabei trinke ich doch gar kein Cola-Bier...

Am Ende kam dann eine 27:55 heraus. Meine Vorjahreszeit habe ich damit gerade mal um eine knappe halbe Minute verfehlt. Trotzdem bin ich mit dem Resultat absolut zufrieden.