Hoch3-Firmenlauf 2013 in Offenburg

Submitted by steffen on Fr, 06/28/2013 - 23:51
Hoch3-Firmenlauf Offenburg 2013

Mein Laufbericht vom Hoch3-Firmenlauf 2013 in Offenburg

Rechtzeitig zum diesjährigen Firmenlauf in Offenburg, zeigten sich bei mir erneut Anzeichen des fortschreitenden körperlichen Verfalls: ich hab Rücken! Genauer gesagt unterer Rücken. Seit Dienstag morgen hat sich mein Steißbein dazu entschlossen, mich nicht mehr in Ruhe zu lassen.
In der Region zwickt es ganz gewaltig. Entweder hab ich mich nach dem Trainingslauf am Montag verkühlt, oder beim Badminton hat sich dahinten irgendwas verrenkt. Laufen ist, so hat es sich am Mittwoch gezeigt, kein Problem - jedenfalls wenn ich den Schritt hinten nicht übermäßig lang zu ziehen versuche.

Der Plan sollte also sein, den Lauf relativ gemütlich anzugehen und zu sehen, was so geht. Das Wetter war hierfür ideal. Aufziehende Regenwolken von Frankreich her und leichter Wind versprachen angenehme Wetterverhältnisse für den Abend. Die Temperatur lag unter 20° C; genug, um ordentlich ins Schwitzen zu kommen, aber trotzdem noch weit entfernt von den über 30° C vom Vorjahr.
Insgesamt hatten 978 Läufer den Weg zum Königswaldsee gefunden - es würde also eng werden auf der Strecke. Vor dem Start das übliche Prozedere: Startnummer holen, warmlaufen, Wettkampfgewicht optimieren. Dann sortierte ich mich mit ein paar Arbeitskollegen etwa in der Mitte der Startaufstellung ein. Nach dem Startschuss dauerte es etwa eine halbe Minute, bis ich die Zeitnahmematte überquerte; die letzten der knapp 1000 Starter durften noch eine Weile länger warten.

Vom Start weg lief es erfreulicherweise besser als erwartet. Trotz der schieren Masse an Läufern zog sich das Feld recht schnell auseinander und ich konnte ein gleichmäßiges Tempo finden. Den ersten übermotivierten Schnellstartern ging bereits nach einem halben Kilometer die Puste aus. Von dem Zeitpunkt an war Hindernislaufen angesagt. Menschliche Hindernisse. K(r)ampfwalker. Die gingen allerdings mehrheitlich am Straßenrand, und nur wenige davon musste ich mit einem Schlenker über den Grünstreifen überholen.

Meine Pace, ursprünglich angepeilt waren 5:15 für eine mittlere 28er Zeit, fiel schon auf dem zweiten Kilometer deutlich unter 5 Minuten und blieb dort auch bis zum Ziel. Das wurzelige Waldstück war in diesem Jahr ordentlich präpariert; die bekannten kühlenden Schlammlöcher waren vor wenigen Tagen mit feinem Schotter aufgefüllt worden, dort lief es sich fast so gut wie auf Asphalt. Lediglich das Wiesenstück, das seit dem Vorjahr die Start/Zielgrade darstellt, war unangenehm zu laufen; man will ja schließlich nicht umknicken und/oder sich die Haxen brechen, und läuft dort dementsprechend etwas langsamer.

Immerhin konnte ich das anfangs eingeschlagene Tempo bis zum Schluss halten bzw. kontinuierlich steigern. Für die 5,6 Kilometer habe ich 27:22 min gebraucht - eine halbe Minute weniger als im letzten Jahr und gerade mal 4 Sekunden über meiner Bestzeit von 2011 auf dieser Strecke. Unter diesen Umständen konnte ich damit mehr als zufrieden sein.

Das anschließende lange Sitzen auf einer harten Holzbank, um dort isotonische Hopfengetränke zu konsumieren, war allerdings Gift für meinen Rücken...