Zwei Wochen Pause sind genug

Submitted by steffen on Do, 12/15/2011 - 23:45

Endlich wieder Asphalt unter den Sohlen

Lauffaul ist kein Zustand. Lauffaul ist nicht das wonach es sich in Läufer's Leben zu streben lohnt. Lauffaul ist nur ein weiteres überflüssiges Wort; nicht mal zum Palindrom hat's ihm gereicht. Lauffaul ist doof!

Nach einer von mir selbst diagnostizierten zweiwöchigen Demotiva acutus, habe ich heute - endlich mal wieder - einen Nachtlauf gemacht. Kein großes Kunststück in einer Jahreszeit, in der es bereits um 17:00 Uhr dunkel wird stockdunkel ist. Also Stirnlampe und Regenjacke, die sich im Nachhinein als absolut überflüssig herausstellte, gepackt und ab in die kühle Dunkelheit.

Ziel war einfach nur ein wenig zu laufen. Ohne Zeit- oder Kilometervorgabe. Nur mal kurz alle Muskeln durchschütteln, vielleicht das Zwicken im Rücken, das mich seit ein paar Tagen nervt, loswerden...

Die ersten 3 Kilometer waren unerwartet mühsam und somit auch total spaßfrei, denn Notos, der Südwind, war heute in absoluter Bestform. Mir war als müsste ich zwei Schritte tun um einen voranzukommen. Nicht sehr angenehm, weil zudem auch kalt, aber so würde ich wenigstens auf dem Heimweg Rückenwind haben.

Nachdem ich dann aber in die schützenden Häuserschluchten von Ichenheim City eintauchte, kam auch meine Laune langsam wieder zurück. Eine großzügige Schleife durch den Ort und dann, etwa nach 7 Kilometern, war ich wieder auf Heimatkurs. Mit Rückenwind. Hurra!

Auch das ständige Aufblenden der entgegenkommenden Autos, als ich mit ordentlich Tempo entlang der B36 wieder Richtung Norden lief, tat meiner guten Stimmung keinen Abbruch. Finger habe ich heute keine verteilt...

Am Schluss waren es immerhin 10,3 km in lockeren 59 Minuten bei tuffigen 4°C. Und es bleibt die Erkenntnis, dass ich ohne Regenjacke weit weniger nass geworden wäre.