Badenova Stadtlauf Offenburg 2010

Submitted by steffen on So, 05/09/2010 - 17:38
Badenova Stadtlauf Offenburg 2010 (Foto: © C. Mehlich)

Mein Laufbericht vom Badenova Stadtlauf 2010 in Offenburg

Mein erster Laufwettbewerb. Eigentlich wollte ich nur mal den Hoch3-Lauf mitmachen, aber der Offenburger Stadtlauf lag zeitlich günstig und so konnte ich schon mal vorab etwas Wettkampfluft schnuppern.

Mit dem guten Vorsatz nur nicht so schnell loslaufen begann ich meinen, abgesehen vom letzten 50m-Lauf bei den Bundesjugendspielen 1988, ersten "Wettkampf" in meinem Läuferleben. Diesen Vorsatz beherzigte ich so sehr, dass mich am Ende der Fußgängerzone, also nach knapp 500m, zwei Schülerinnen überholten, von denen die eine gerade zur anderen sagte: "Überhol mal. Hinten laufen ist so peinlich." Gören, freche! Ich sollte sie aber bald wiedersehen...

Ein Blick über die Schulter: Der Mann mit'm Fahrrad - sozusagen der Besenwagen in der Fahrradstadt Offenburg - war direkt hinter mir. Oha! Vielleicht bin ich doch etwas zu gemütlich gestartet. Ich lief also etwas schneller und kurze Zeit später konnte ich meinerseits den ersten Läufer überholen. Okay, es war ein Schüler, der ging und sich die eine Hand in die Seite stemmte; war wohl zu ambitioniert losgelaufen und hat sich Seitenstechen geholt. Eine Warnung? Sollte ich jetzt wieder langsamer machen? Nee.

Noch vor dem Ende der kleinen Schleife hatte ich die beiden Mädels von vorhin erst ein- und dann überholt. Ätsch! Mittlerweile hing ich im Windschatten einer Dame im leuchtend orangefarbenen Laufshirt, von der ich annahm, da ich sie für eine sehr erfahrene Läuferin hielt, dass sie eine ausgeklügelte Renntaktik verfolgt und im Verlauf des Rennens schneller werden würde. Nachdem ich sie aber an der Verpflegungsstelle zu Beginn der zweiten Runde fast über den Haufen gerannt hätte, weil sie fast stehen blieb, überlies ich sie ihrem Schicksal und setzte mich nach vorne ab.

In der zweiten Runde gab ich dann etwas Gas und konnte noch ein paar Plätze gutmachen. Dabei freute mich besonders, dass ich nicht nur die Alten und Schwachen, sondern auch einige ältere Schüler und jüngere Erwachsene überholen konnte. Überrundet wurde ich zwar auch, aber das war weniger schlimm. Mein Ziel war ganz klar: Ankommen. Lebend.

Die dritte Runde hatte es dann nochmal in sich. Mit dem unerschütterlichen Glauben, die letzten zweieinhalb Kilometer würden sich quasi von alleine laufen, legte ich nochmal einen Zahn zu. Es reichte sogar noch für einen passablen Schlussspurt. Im Ziel wurde ich von einem Helfer mit den Worten gebremst: "Langsam, langsam, do ischs Ziel."

Das war mein erster Wettlauf über 7,5 km. Ich brauchte dafür 45:26 Minuten und erreichte immerhin Platz 295 von 336.

Fazit: Ziel erreicht; ich wurde nicht Letzter.